KyotoPlus

Kyoto Plus

 

Das Kyoto-Protokoll mag ein Markstein des Klimaschutzes sein, ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Eines der Probleme: Nicht alle Staaten, darunter die USA, haben das Abkommen von Kyoto ratifiziert. Zudem schließt sich das bislang vorgesehene Zeitfenster 2012. Wie es im Anschluss weitergehen könnte, wurde während der Kyoto Plus Konferenz im September 2006 in Berlin diskutiert. Eingeladen hatten die Heinrich-Böll-Stiftung, das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie und der World Wide Fund For Nature (WWF), im September 2006 diskutiert. Überschrieben war der Kongress mit „Wege aus der Klimafalle – Neue Ziele. Neue Allianzen. Neue Technologien. Neue Politik.“

 

Zu den Zielen von Kyoto Plus gehört die Weiterentwicklung des multilateralen Klimaschutzes, basierend auf der Klimarahmenkonvention und dem Kyoto-Protokoll. Statt sich langwierig mit Zielfindungsprozessen zu befassen, müssten rasch und ambitioniert langfristige Ziele zur Emissionsreduktion formuliert werden, eingebettet in einen internationalen Rechtsrahmen. Die Technik, mit der sich die Treibhausgase reduzieren lassen, sei bereits vorhanden. Jetzt gelte es, sie ökologisch und sozial weiterzuentwickeln, am Markt zu etablieren und die Investitionen in die Forschung zu steigern. Dies sei Aufgabe der Politik. Sie müsse die Trägheit eingefahrener Strukturen überwinden. Gleichzeitig komme es darauf an, neue Allianzen zu schaffen, national, international und mit neuen Akteuren wie institutionellen Anlegern. Nur so ließe sich das große Ziel erreichen, die durchschnittliche globale Erwärmung unter zwei Grad zu halten.
 
© 2011 E-trend Media Consulting (Deutsche Texte)
Executed in 0,02 sec.